Sonntag, 22. Juli 2012

Heute Sturm und Regen in der Region Bergen

An unserem letzten Tag in Finnland fuhr unser Host Jorma uns nach Rovaniemi, der mit über 60`000 Einwohnern grössten Stadt in finnisch Lappland. Auf dem Weg dorthin passierten wir zweimal den Polarkreis, auf Finnisch Napapiiri genannt, und statteten dem Santa Clause Village, dem gemäss Werbeprospekt offiziellen Wohnsitz des Weissbärtigen, einen kurzen Besuch ab. Dann gings per Zug nach Kemi. Dort stiegen wir auf einen Bus um, der uns nach Haparanda in Schweden fuhr. Wir liessen Finnland mit seinen tausenden Moskitos hinter uns, nach der Grenze stand IKEA vor uns J Weitere drei Stunden spaeter trafen wir in Luleå ein. Unsere Herberge duftete wie eine Brockenstube und war fuer zwei Naechte unsere Basis um die Stadt zu erkunden. Wir verpflegten uns mit leckerem Sushi, besuchten die wunderschöne Bibliothek und den saftiggrünen Stadtpark.

Die Fahrt von Luleå in Schweden nach Narvik in Norwegen ist unserer Meinung nach eine der schoensten Bahnstrecken der Welt. Durch Lapplandwald dueste unser Zug nach Norden, bald schon waren die ersten Bergkuppen mit Schnee in Sicht. Vorbei an Gaellivare und Kiruna ging es nun so richtig in die Berge, Wasserfaelle und Seen praegen dort das Bild, die Luft ist rauh und klar. Endlich wieder Berge und Aussicht!!! Nach der Grenze ging die Fahrt abwaerts, denn die Endstation befindet sich fast auf Meereshoehe. Wir verabschiedeten uns vom Schnee und genossen die Aussicht auf die Fjorde und das Meer – und trafen nach sieben Stunden Fahrt in Narvik ein.

Die darauffolgende Zeit haben wir auf den Lofoten verbracht. Die Landschaft hat uns tief berührt: die Kombination von Bergen und Meer, der knallblaue Himmel (ja, wir hatten prima Wetterglueck ;-)), Klippen und Straende. Fuer einige Naechte stand unser Zelt auf einer Klippe ueber dem Meer und die Sonne hat die Umgebung auch in der Nacht „vergoldet“. Auf einer Wanderung haben wir wieder und wieder angehalten um  uns umzusehen und zu staunen. „Das sieht ja aus wie bei uns“, entfiel es uns. Unmoeglich, denn wir befanden uns auf 68 Grad Nord, wo die Baumgrenze bereits auf 200 Metern über Meer anzutreffen ist. Wir haben Fischerdoerfer erkundet, viel ueber Stockfisch, das Hauptexportprodukt von den Lofoten erfahren und uns vom Wind verwehen lassen  - bis wir dann wieder die Faehre bestiegen haben, die uns zurueck aufs Festland, nach Bodø gebracht hat.


Von Bodø sind wir in 30 Stunden per Zug in den Sueden geduest, (Norwegen ist RIESIG!), wo wir jetzt auf einer Farm beim Bauer Erik arbeiten. Der Bauernhof „Luro Gård“ befindet sich in der Naehe von Bergen auf der Insel Lygra, die hauptsaechlich aus Heideland besteht, und die wir nun mit ein paar Einwohnern, Schafen und Kuehen teilen. Wir sind hier ein bisschen „waeg vom Schuss“, die Internetverbindung ist sehr willkuerlich. Mehr Bilder folgen sobald wir eine Moeglichkeit finden, diese hochzuladen. Stellt es euch einfach vor, kurbelt eure Fantasie an J


Wir moechten uns auf diesem Weg auch ganz herzlich fuer all eure Geburtstagswuensche bedanken, die uns im Juni in Finnland und im Juli in Norwegen erreicht haben – wir freuen uns immer, von euch zu hoeren und haben prima gefeiert!


Liebe Gruesse, heute mit Sturm und heftigem Regen


Michele & Tobi
P.S.: Nachts wird es hier wieder dunkel...

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